Elektroauto für gehbehinderte Menschen

kenguru Elektroauto
kenguru Elektroauto für gehbehinderte Menschen (Quelle: kengurucars.com)

Die Firma kenguru® get mobile hat ein Elektroauto entwickelt, das speziell für Menschen im Rollstuhl gedacht ist. Der Fahrer kann ganz einfach mit seinem Rollstuhl von hinten durch die Heckklappe in das Auto einfahren. Er muss nicht umsteigen und kann das Elektroauto direkt aus seinem Rollstuhl steuern.

Um in das Auto ein- und ausfahren zu können, muss jedoch eine kleine Rampe angefahren werden. Diese kann z.B. ein Bordstein sein, wie im Bild gezeigt. Die Heckklappe schließt sich auf Knopfdruck automatisch.

Aufgrund des geringen Gewichts wird das Fahrzeug als City-Scooter eingestuft. Lenkbar ist das Elektroauto über einen Lenker, wie er an einem Roller zu finden ist. Per Hand kann Gas gegeben und auch gebremst werden.

Starten kann man erst, wenn die Heckklappe vollständig geschlossen ist und der Rollstuhl sich in der richtigen Position befindet. Höchstgeschwindigkeit und Reichweite betragen 50 km/h bzw. 50km. Danach müssen die Batterien wieder aufgeladen werden.

Für Rollstuhlfahrer mit einem solchen Elektroauto bedeutet dies mehr Unabhängigkeit und Flexibilität im Leben. Dadurch sind sie nicht mehr auf andere angewiesen, die sie beispielsweise zum Einkaufen fahren müssen.

Eine tolle Entwicklung!

Das Unternehmen Kenguru hat sich darauf spezialisiert, Produkte für Menschen mit Handicap zu entwickeln. Noch ist nicht bekannt, wann das Elektrofahrzeug für gehbehinderte Menschen auf den Markt kommt.

Über Stefan Reinsprecht 148 Artikel

Hi, ich bin Stefan Reinsprecht, der Herausgeber von Netzkonstrukteur. Als Maschinenbauingenieur mit jahrelanger Erfahrung in der Konstruktion und Entwicklung interessiere ich mich sehr für technische Dinge. Hier erfährst Du Neuigkeiten, aber auch Grundlagen. Viel Spaß beim Lesen.
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5 Kommentare

  1. Hey Stefan,
    bin aus Neugier über SIN hier …
    Ich versteh ja kaum etwas von den Dingen, über die Du hier schreibst, aber ich freue mich, dass ich über diesen Post gestolpert bin. Toll, was heute möglich ist!

  2. Alles schön und gut mit der Mobilität zum Einkauf.
    Ich frage mich bei dem Design wohin damit ?
    Stellen sie sich mal praktisch vor wie das mit einer Getränkekiste funktionieren soll.
    Schliesslich belegt man mit dem Rollstuhl den Laderaum, den man auch durchfahren muss.

    Und gelegentlich ist ein Rollstuhlfahrer auch zu zweit unterwegs, was dann ? Also nur geeignet den Rollstuhlfahrer alleine von A nach B zu bringen und wozu ?

    Alles in allem eine nette Idee aber nicht konsequent zu Ende gedacht.

  3. Ich interessiere mich schon länger für ein Fahrzeug dieser Art und würde gerne wissen ob ich ein solches Model in Deutschland erwerben kann?
    M.f.G.

    • Hallo Christian,
      ob ein genau solches Modell in Deutschland auf dem Markt ist, weiß ich nicht. Jedoch kann ich Dir einen Hersteller empfehlen, der sich auf Umbauten für Menschen mit Behinderung spezialisiert hat – Paravan – https://www.paravan.de/startseite.html
      Vielleicht hilft Dir das ja weiter.
      Viele Grüße, Stefan

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