Entdeckung der Woche – KW 7

Entdeckung der WocheIn der heutigen Entdeckung der Woche geht es um die Energiegewinnung aus der Wellenkraft sowie um die Macht unserer Haustiere. Vor Australien soll das weltgrößte Wellenkraftwerk entstehen. Wenn sich die Entwicklung von „Fischen auf Rädern“ durchsetzt, könnten sich unsere Fische im Aquarium bald selbst ein Bild von dem Kraftwerk machen :-).

Weltgrößtes Wellenkraftwerk

Vor der Küste von Victoria, Australien, soll das weltgrößte Projekt für die Nutzung von Wellenenergie entstehen. Fertiggestellt soll es eine Spitzenleistung von 62,5 MW besitzen. Somit könnte der Energieverbrauch von 10.000 Haushalten gedeckt werden.

Bis 2020 möchte Australien das Ziel von 20 % erneuerbare Energien erreichen. Mit dem Projekt könnte dies auf jeden Fall erreicht werden.

Die Energie entsteht durch sogenannte PowerBuoy® (Energiebojen). Diese befinden sich zum größten Teil unter Wasser. Dort sind sie auf dem Grund fest verankert. An der Spitze der Boje, die über das Wasser ragt, befindet sich eine schwimmende und bewegliche Insel. Diese wird durch die Wellenbewegungen vertikal bewegt und erzeugt ein Tidenhub. Jeder Hub wird dazu genutzt, um einen Generator anzutreiben.

Die erzeugte Energie einer jeden Boje wird in einer Tiefseeleitung gebündelt und ans Land geleitet. Dort kann sie ins Netz eingespeist und von Verbrauchern genutzt werden.

Das Projekt wird in drei Phasen angegangen. Zuerst wollen sie „Mark 3 PowerBuoys®“ in den Einsatz bringen. Diese haben eine Spitzenleistung von 866 kW und sollen eine Lebensdauer von 25 Jahren besitzen. Nach und nach sollen dann mehr und leistungsfähigere Bojen installiert werden. Die „Mark 4 PowerBuoy®“ befindet sich momentan noch in der Entwicklun. Sie soll eine Spitzenleistung von 2,4 MW besitzen.

Im Gegensatz zu Offshore Windparks besitzen die Wellenkraftwerke viele Vorteile:

  • Sie ragen nur 11,5 m aus dem Meer heraus, sind also von der Küste kaum zu sehen
  • Es geht weniger Lärm von ihnen aus
  • Die Umwelt wird weniger beeinträchtigt (z.B. keine Gefahr für Vögel)

Fisch auf Rädern

Wie langweilig muss es für Fische sein, wenn sie ständig denselben Ausblick aus ihrem Aquarium haben? So dachten auch die Designer des Studio diip. Sie entwickelten also den ersten Fisch auf Rädern, der seine Umgebung selbst erforschen kann.

Ein kleines Aquarium, eine Kamera, Steuerung, Batterien und Motoren und schon war das Fahrzeug fertig. Die Bewegung des Fisches wird durch die Kamera wahrgenommen. Je nachdem, in welche Richtung der Fisch schwimmt, reagiert die Steuerung auf die Motoren und manövriert das Fahrzeug in die entsprechende Richtung.

Werden wir bald von unseren Haustieren regiert? 😉

Über Stefan Reinsprecht 148 Artikel
Hi, ich bin Stefan Reinsprecht, der Herausgeber von Netzkonstrukteur. Als Maschinenbauingenieur mit jahrelanger Erfahrung in der Konstruktion und Entwicklung interessiere ich mich sehr für technische Dinge. Hier erfährst Du Neuigkeiten, aber auch Grundlagen. Viel Spaß beim Lesen. Du findest mich auf Google+, Twitter oder Xing.

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