Hochpräzisionsdrucker der TU Wien bricht Rekord

Rennauto
Rennauto mit ca. 285 µm Länge (Quelle: TU Wien)

An der TU Wien sind Experten aus allen Teilbereichen für 3D Druckverfahren unter einem Dach. Mit Hilfe der Zwei Photonen Lithographie ist es ihnen gelungen, einen Drucker zu entwickeln, der bisherige bei weitem übertrifft.

Bei dieser Drucktechnik wird flüssiges Harz durch gezielte Laserfokusierung ausgehärtet. Es ist möglich, Bauteile von der Größe eines Sandkorns zu erstellen. Der Laser kann im 100nm Bereich drucken.

Druckgeschwindigkeit

Bisher war das Problem der geringen Druckgeschwindigkeit von wenigen Millimeter in der Sekunde.

Durch die Entwicklung der TU Wien ist es möglich, mit einer Druckgeschwindigkeit von 5 Meter in der Sekunde zu drucken. Dies ist nur aufgrund einer aufwändigen Mechanik der Spiegel möglich, die diese während des Druckvorgangs immer in Bewegung hält. Zusätzlich wurde ein speziell entwickeltes Harz mit lichtaktiven Molekülen eingesetzt. Diese werden nur dann aktiviert und härten dabei aus, wenn zwei Photonen gleichzeitig punktgenau absorbiert werden.

Die neu entwickelte Technik ermöglicht ganz neue Anwendungen in der Nanotechnologie sowie in der Medizintechnik. Durch die Entwicklung von bio-kompatiblen Harzen für medizinische Anwendungen könnte man maßgeschneiderte Strukturen bauen, die lebende Zellen als Gerüst benutzen können, um biologisches Gewebe nachzubilden.

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