LEGO Mindstorms NXT – LEGO für Fortgeschrittene

Der LEGO Mindstorms NXT ist ein Steuerungscomputer zum Programmieren von Robotern und selbstgebauten Maschinen und Anlagen. Der NXT-Baustein besitzt mehrere Anschlüsse für beispielsweise Aktoren und Sensoren. Der Kreativität von Bastlern, bzw. Makern sind damit (fast) keine Grenzen mehr gesetzt.

LEGO Mindstorms NXT-Stein
LEGO Mindstorms NXT-Stein (Quelle: lego.com)

Für viele ist LEGO eine Freude, die sie ihr ganzes Leben lang begleitet. Wie bei Asterix und Obelix, haben auch bei LEGO Produkten Menschen von klein bis groß oder jung bis alt etwas davon. Kinder spielen mit DUPLO – Ältere, oder Fortgeschrittene :-), mit LEGO Mindstorms NXT. Naja, Ältere, die Interesse an Robotern, Automation und Programmierung besitzen.

Wie ich vor kurzem davon berichtet habe, sind LEGO-Bausteine die perfekten Konstruktionselemente. Mit ihnen lassen sich kleine Baugruppen in ihrer Funktion simulieren und testen und sogar ganze Anlagen und Maschinen damit bauen – siehe den PancakeBot oder eine LEGO CNC Fräse.

LEGO Mindstorms NXT besteht aus dem NXT-Baustein selbst, Elektromotoren, Sensoren und LEGO-Technik-Bauteilen, wie Zahnrädern, Zahnstangen, Achsen, Lochbalken, usw. Die Elemente werden hauptsächlich in Schulen eingesetzt. Selbst Hochschulen und Universitäten verwenden das System, um komplexe Gegebenheiten besser zu vermitteln.

Der NXT-Baustein

Der NXT-Stein besitzt 32 programmierbare Bits und kann per Bluetooth oder USB-Port kommunizieren. Das Display ist ein Punktmatrix-Display. 4 Eingänge (z.B. für Sensoren) und 3 Ausgänge (z.B. für Aktoren) können zur Programmierung verwendet werden.

Auf dem NXT-Stein sind schon ein paar einfache Programmierbefehle hinterlegt. Es ist jedoch erforderlich, eine entsprechende Software für die Programmierung zu verwenden.

Das Basis-Set des LEGO Mindstorms NXT besteht aus

  • NXT-Stein,
  • drei interaktive Servomotoren mit eingebauten Rotationssensoren,
  • einem Ultraschallsensor bzw. Farbsensor,
  • einem Geräuschsensor,
  • einem Lichtsensor,
  • zwei Berührungssensoren und
  • Verbindungskabel.

Wer sich intensiv mit der Programmierung des Bausteins beschäftigen will, muss unbedingt die dazugehörige Software NXT-G herunterladen, die es auf der Website von LEGO gibt. Und dann heißt es „learning by doing“. Einsteiger werden eine Zeit lange brauchen, bis sie alle Programmierelemente kennengelernt und verstanden haben. Wenn es jedoch mal soweit ist, sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Neben der Programmiersoftware NXT-G und seiner eigenen Programmiersprache lässt sich der NXT-Baustein auch noch mit anderen Sprachen programmieren oder sogar fernsteuern.

LEGO Mindstorms EV3

2013 wurde eine neue, die dritte Generation der LEGO Mindstorms eingeführt – der EV3. „EV“ steht dabei für „Evolution“. Bei Technik-Geeks wird die „3“ manchmal auch als „E“ verwendet, sodass sich das ganze auch als Eve (Englisch für Eva) aussprechen lassen kann. Eva wohl auch ein Bezug auf das EVA-Prinzip – Eingabe-Verarbeitung-Ausgabe-Prinzip.

Mit dem EV3-Stein können Roboter konstruiert werden, die gehen, sprechen oder sich bewegen können. Es ist auch möglich, eine drahtlose Kommunikation per WiFi oder Buetooth aufzubauen.

Die Programmierung kann entweder über eine Software (z.B. die Home Edition-Software) oder nun auch über die kostenlose Robot Commander-App für Mobilgeräte erfolgen.

Das Basis-Set des LEGO Mindstorms EV3 besteht aus

  • einem USB-Kabel,
  • LEGO-Technic Elementen,
  • dem EV3-Stein,
  • zwei großen interaktiven Servomotoren,
  • einem mittleren interaktiven Servomotor,
  • einem Berührungssensor,
  • einem Farbsensor,
  • einem Infrarotsensor und
  • einem Infrarotsender.
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Was kann ich mit dem LEGO Mindstorms NXT konstruieren und programmieren?

Wer sich inspirieren lassen möchte, kann die Website von LEGO besuchen. Hier werden alle angebotenen Roboter in einer Übersicht angeboten. Mit einer 3D-Schritt-für-Schritt-Anleitung können die einzelnen Roboter nachgebaut und anschließend programmiert werden.

Wer jedoch kreativ ist, und das sind wir doch alle, kann seiner Kreativität freien Lauf lassen und eigene Projekte entwickeln. Die besten Projekte werden auf der Website ausgestellt und können nachgebaut werden.

Wer noch Anregung braucht, sollte einfach mal darüber nachdenken, wo er Hilfe brauchen könnte in seinem Alltag. Was könnte man vereinfachen? Was könnte ich nachbauen?

  • Haushalt (automatischer Schuhreiniger, Staubsauger)
  • Küche (Butterbrot-Schmier-Maschine)
  • Bad (automatische Schranktüren oder Schubladen, die mit Näherungssensoren funktionieren)
  • Vorsicht vor dem (LEGO) Hunde! – Ein Wachhund, der auf Bewegung oder Geräusche reagiert
  • usw.

Was fällt Dir noch ein? Welche Projekte könnten noch realisiert werden oder hast Du schon welche realisiert? Ich freue mich auf Deinen Kommentar?

Über Stefan Reinsprecht 148 Artikel
Hi, ich bin Stefan Reinsprecht, der Herausgeber von Netzkonstrukteur. Als Maschinenbauingenieur mit jahrelanger Erfahrung in der Konstruktion und Entwicklung interessiere ich mich sehr für technische Dinge. Hier erfährst Du Neuigkeiten, aber auch Grundlagen. Viel Spaß beim Lesen. Du findest mich auf Google+, Twitter oder Xing.

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