Papier hat in einer modernen Fertigung nichts mehr zu suchen

Berge von Papier
Berge von Papier (Quelle: RainerSturm / pixelio.de)

Viele reden von der papierlosen Fertigung, aber nur wenige Unternehmen haben dieses Ziel erfolgreich umgesetzt. Doch Berichte aus der Praxis bestätigen die Vorzüge einer Produktion ohne Berge von Papier als Informationsträger.

Übliche Produktionsunternehmen wickeln ihre Aufträge in Papierform ab. Angefangen beim Auftragseingang über die Fertigungsplanung, Dokumentation, Entwicklungs- oder Konstruktionsabteilung bis hin zu Wartung und Service entstehen so Massen an Papier, die auch einen erheblichen Kostenberg mit sich bringen. Da Änderungen oder Probleme erst händisch auf einen Zettel geschrieben werden, entsteht auch eine enorme Unübersichtlichkeit, was den Fertigungsstand eines Produktes betrifft.

Im heutigen Informationszeitalter liegen diese verwendeten und benötigten Informationen jedoch schon in elektronischer Form vor. Warum machen sich Unternehmen und ihre Mitarbeiter dann immer noch diese „überflüssige“ Arbeit und drucken sich alles auf Papier aus?

Wie kann eine papierlose Fertigung umgesetzt werden?

Eine Fertigung, die auf Basis von Zetteln und Papierformularen produziert, kann den steigenden Anforderungen in der Industrie nicht mehr lange standhalten. Das Problem, das viele Unternehmen haben, ist die Umsetzung der papierlosen Fertigung. Wie soll dies gemanaged werden? Die Schwachstellen liegen im Workflow-Management.

Es bedarf einer komplexen und für die Mitarbeiter übersichtlichen Lösung. Dies kann mit einem in die Produktion integriertem Qualitäts-Management-System (QMS) realisiert werden. Daten können so über einen Server zentral gespeichert und verwaltet werden. Alle fertigungsrelevanten Daten und Informationen können von jedem Mitarbeiter der Produktion hierüber abgerufen werden. Durch die Serverlösung wird sicher gestellt, dass die Daten immer up to date sind.

Kundenaufträge werden im System angelegt, E-Mails und alle relevanten Daten werden angehängt. Dokumente, die nicht digital vorliegen, werden eingescannt und dem Auftrag zugeordnet. Vor jeder Auftragsauslösung wird der zuständige Abteilungsleiter, Weisungsbefugte oder auch die Geschäftsleitung benachrichtigt und von diesen nach Prüfung freigegeben.

Die Mitarbeiter in der Fertigung erhalten an ihrer Maschine, ihrem Werkstattwagen oder auf ihrem mobilen Gerät, wie Smartphone oder Tablet-PC, To-Do-Listen, die sie abarbeiten. Ständig wird dem Server zurückgemeldet, in welchem Prozess sich der Auftrag befindet, ob es Probleme gibt oder ob Änderungen vorgenommen werden müssen.

Somit kann der Fertigungsstatus während des ganzen Prozesses abgerufen und kontrolliert werden.

Vorteile einer digitalen Fertigung

Die Vorteile der papierlosen und somit digitalen Fertigung sind enorm und sollten jeden Unternehmer davon überzeugen, in die Umsetzung zu investieren:

  • Informationsaustausch mit Kunden wird übersichtlicher
  • höhere Liefertermintreue
  • Steigerung der Qualität
  • sinkende Kosten
  • Reduzierung der Produktionszeiten
  • höhere Prozesssicherheit
  • Produktion wird flexibler
  • minimieren von Fehlerquellen
  • weniger Nacharbeit und Ausschuss
  • umweltfreundliche Produktion, da Ressourcen geschont werden
Über Stefan Reinsprecht 148 Artikel

Hi, ich bin Stefan Reinsprecht, der Herausgeber von Netzkonstrukteur. Als Maschinenbauingenieur mit jahrelanger Erfahrung in der Konstruktion und Entwicklung interessiere ich mich sehr für technische Dinge. Hier erfährst Du Neuigkeiten, aber auch Grundlagen. Viel Spaß beim Lesen.
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