Herstellung von Schweißverbindungen
Herstellung von Schweißverbindungen (Quelle: Public Domain Photos/ CC-Lizenz)

Beim Schweißen wird durch Wärme oder Reibung eine stoffschlüssige, dichte und nicht lösbare Verbindung zweier Bauteile hergestellt. Hierbei verbinden sich die Werkstoffe, indem sie in den flüssigen oder plastischen Aggregatzustand übergehen. Bei einigen Schweißverfahren werden zur Verbindungsherstellung Zusatzwerkstoffe verwendet, die aufgeschmolzen werden.

Schweißnähte besitzen meistens die gleich Festigkeit wie die der geschweißten Bauteilwerkstoffe. Zu beachten ist jedoch die Gefügeveränderung aufgrund der hohen Temperatureinwirkung in der Schweißzone. Hierdurch kann die Festigkeit an dieser Stelle herabgesetzt werden. Schweißverbindungen reißen bei zu hoher Belastung nicht direkt in der Schweißnaht, sondern im Randbereich.

Aufgrund der hohen Schweißtemperaturen kommt es auch zu Verzug der geschweißten Bauteile.

Einteilung der Schweißverfahren nach DIN EN ISO 4063

  1. Lichtbogenschweißen (MIG, MAG, WIG)
    geeignet für alle Stähle
  2. Widerstandsschweißen
    geeignet für alle Metalle
  3. Gasschmelzschweißen
    geeignet für unlegierte Stähle
  4. Pressschweißen
    geeignet für alle Metalle
  5. Strahlschweißen
    geeignet für Stähle und Leichtmetalle
  6. Andere Schweißverfahren (z.B. Induktionsschweißen, Infrarotschweißen, Reibbolzenschweißen)