Steckverbindungen – Wo werden sie eingesetzt?

Jeder kennt ja das Problem: Man hat sein Handy dabei, doch der Akku ist so gut wie leer und das Ladegerät hat man natürlich zuhause vergessen. Zunächst fragt man herum, ob nicht jemand ein Ladegerät bei sich hat, das man unter Umständen ausleihen könnte. Doch selbst wenn das der Fall ist, so stellt man in vielen Fällen leider fest, dass der Stecker nicht passt. Denn einzelne Anbieter von Mobilgeräten verwenden unterschiedlich genormte Stecker, die den Akku des Geräts wieder mit Strom versorgen und aufladen sollen.

Steckdose an einem Elektroauto - Steckverbindungen
Steckdose an einem Elektroauto – (Quelle: einstraus / flickr.com, Lizenz CC BY-SA 2.0)

Ähnlich sah es lange auch im Bereich der Elektroautos aus. Denn Steckverbindungen findet man natürlich nicht nur im Haushalt, wo man jedes elektronische Gerät mit einem Stecker an eine Steckdose anschließen kann, um dieses mit Strom zu versorgen. Nein, das Elektroauto würde ja nicht umsonst seinen Namen tragen, wenn es nicht ebenso wie das Handy mit einer Batterie ausgestattet wäre, die man dann aufladen muss, wenn sie leer ist. Für Elektrofahrzeuge kommen hier so genannte Ladestecker zum Tragen, die aber natürlich an die entsprechenden Fahrzeuge dran passen müssen, damit eine Verbindung zustande kommen kann. Der Bereich der Steckverbindungen in Bezug auf Elektroautos glich hier lange Zeit einem Chaos, weil sich Länder und sogar Hersteller nicht darauf einigen konnten, welche Norm für alle gelten sollte.

Europäische Kommission legt endlich Einheitsstecker fest

Seit etwas länger als einem Jahr gibt es jedoch endlich auch auf diesem Gebiet eine einheitliche Norm für Stecker, die es den Autofahrern erleichtern soll, sich mit der ohnehin schon kränkelnden Elektromobilität anzufreunden. Im Januar 2013 wurde der so genannte Typ-2-Stecker von der Europäischen Kommission als Einheitsstecker für das Laden von Elektroautos festgelegt. In Europa wird es demnach ab jetzt schwierig, eine Ladestation zu finden, die nicht diesen Vorgaben entspricht.

Den tiefen Fall der Elektromobilität aufhalten

Zeit wurde es, denn der Streit um den einheitlichen Stecker war für viele Verbraucher nur ein weiterer Punkt dafür, sich beim Kauf letztendlich doch für einen Benziner zu entscheiden und nicht für ein Elektrofahrzeug. Dabei wäre die Entwicklung hin zur Elektromobilität dringend nötig. Doch hohe Anschaffungspreise, geringe Reichweiten der Fahrzeuge selbst und eben die bis vor einem Jahr ungeklärte Frage der Norm für die Verbindungsstecker sind und waren definitiv Minuspunkte, die zum Teil noch aus der Welt geschafft werden müssen, wenn die Elektromobilität auf dem Markt tatsächlich eine reelle Chance haben soll. Neben den Steckverbindungen spielen hier natürlich auch die Batterien eine wichtige Rolle. Die Technologie steckt in diesem Bereich zum Teil noch in den Kinderschuhen, was dazu beiträgt, dass die Kosten für ein entsprechendes Fahrzeug noch immer relativ hoch sind. Mit einer stärker ausgereiften Entwicklung der Batterietechnologie würde der Elektromobilität sicher schon ein großer Vorteil geschaffen.

Letztendlich lässt sich aber immerhin positiv ein Fazit aus der Angelegenheit ziehen, denn die einheitliche Steckverbindung, die durch die Europäische Kommission beschlossen wurde, war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Wer weiß, vielleicht wird aus dem Vorhaben der Bundeskanzlerin, bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf die deutschen Straßen zu bringen, ja doch noch etwas.

Autor des Gastbeitrags

Der interessante Beitrag zum Thema Steckverbindungen in der Elektromobilität kommt von der Firma RS Components. RS ist ein weltweiter Distributor für Elektronik, Elektromechanik und Automation und damit der Ansprechpartner, wenn es um Steckverbindungen geht.

 

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