CNC-Fräsmaschine selber bauen – MyDIYCNC

Der Entwickler Stephen McGloughlin aus Placerville, Kalifornien könnte mit seiner MyDIYCNC (My Dot-It-Yourself CNC) Maschine einen Beitrag zur Maker-Bewegung leisten, wie sie im 3D Druck zu finden ist.

Stephen war mit den üblichen CNC-Fräsmaschinen für Bastler nicht zufrieden, die auf dem Markt erhältlich waren. So begann er seine eigene MyDIYCNC-Maschine zu entwickeln, die einfach, modular, vielseitig einsetzbar und vor allem kostengünstig ist.

MyDIYCNC-Fräsmaschine - BigFoot
MyDIYCNC-Fräsmaschine – BigFoot (Quelle: mydiycnc.com)

Kostengünstige CNC-Fräsmaschine für Bastler

Seine CNC-Fräsmaschine hat er auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter beworben und erfolgreich finanzieren können. Fast $70.000 kamen zusammen, die er dazu benötigte, den Prototypen zu verbessern und letztendlich die CNC-Fräsmaschine in Produktion zu geben.

Bestellt werden kann die MyDIYCNC in zwei Versionen entweder als montierte Maschine oder in Einzelteilen als Bausatz. Der Rahmen ist aus Aluminium. Die X-/ Y- und Z-Achsen werden durch Schrittmotoren angetrieben. Die größere Version hat einen Arbeitsraum von 381mm * 330mm * 94mm.

Gefräst wird mit einer Spindel mit einem 3-Backenfutter (ähnlich einem Dremel*), die mit einer Drehzahl von 5.000 – 14.000 U/min angegeben wird. Als Kühlung dient ein integrierter Lüfter.

Als Software wird MeshCAM und FabCAM verwendet. MeshCAM wandelt CAD-Daten (z.B. DXF, STL) in G-Code (numerische Steuerungs-Informationen für CNC-Maschinen) um. Die Software FabCAM läuft auf der MyDIYCNC-Fräsmaschine und verarbeitet den G-Code. Übertragen werden die Daten per USB.

Fazit – Spielzeug, aber dennoch interessant

Die CNC-Fräsmaschine von Stephen McGloughlin ist an Hobby-Bastler und an die Do-It-Yourself-Generation (Maker-Generation) gerichtet. Deshalb darf von ihr auch nicht sehr viel erwartet werden.

Laut des Entwicklers können Materialien wie Holz, Kunststoff und sogar Metall bearbeitet werden. Jedoch kann ich mir vorstellen, dass durch die einfache Bauweise Probleme bei der Fertigung entstehen können. Nachteile sehe ich vor allem bei folgenden Punkten:

  • fehlende Kühlung (nur Kühllüfter vorhanden)
  • geringe Achskräfte möglich
  • nur kleine Schnittkräfte möglich
  • geringe Vorschübe
  • Genauigkeit
  • Nullpunkt des Werkstücks bestimmen

Auch wenn ich von einem Spielzeug reden würde, möchte ich dennoch hinzufügen, dass es eine interessante Entwicklung im Bereich CNC-Maschine für den Heimgebrauch ist. Dieselbe Idee ist mir schon sehr oft durch den Kopf gegangen. Bei mir scheitert es dann nur an der Umsetzung des Elektrischen und der Software.

Zusätzlich sei gesagt, dass nicht nur gefräst, sondern auch, gebohrt, graviert und sogar Bauteile mit dem Laser bearbeitet werden können.

Wen die Maschine genauer interessiert, kann sich in einen informativen Foren-Beitrag einlesen. Dort hat jemand eine solche Maschine gekauft und berichtet ausführlich (manchmal auch langwierig) über seine Erfahrungen. Das Video zeigt die MyDIYCNC im Einsatz, wie sie Aluminium bearbeitet.

Wie siehst Du die CNC-Fräsmaschine? Hast Du womöglich selbst eine zuhause und kannst aus Erfahrung sprechen? Ich freue mich auf Deinen Kommentar.

Über Stefan Reinsprecht 148 Artikel

Hi, ich bin Stefan Reinsprecht, der Herausgeber von Netzkonstrukteur. Als Maschinenbauingenieur mit jahrelanger Erfahrung in der Konstruktion und Entwicklung interessiere ich mich sehr für technische Dinge. Hier erfährst Du Neuigkeiten, aber auch Grundlagen. Viel Spaß beim Lesen.
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1 Kommentar

  1. > Bei mir scheitert es dann nur an der Umsetzung des Elektrischen und der Software.
    Was bleibt dann noch übrig, außer Schrauben eindrehen?

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