Google Loon – Internet für alle

Google Loon
Google Loon (Quelle: aucklandia.com)

Google will mit Google Loon Internet drahtlos für die ganze Weltbevölkerung bereitstellen. Ein Loon ist ein mit Helium gefüllter Ballon, der mit Internet Router bestückt ist und mit Hilfe von Solarpanels betrieben wird. Google möchte zahlreiche Ballons in die Stratosphäre schicken. Dort fliegen sie in einer Höhe von etwa 20 km, wobei jeder einzelne Loon eine Fläche von 40 Quadratkilometer mit Internet versorgen kann.

Die Loons kommunizieren untereinander und positionieren sich so optimal zueinander. Dies funktioniert, indem jeder Loon eine solarbetriebene Pumpe hat, die ihm entweder Luft zu- oder abführt.

Am 15. Juni 2013 sind die ersten Loons von Christchurch New Zealand gestartet.

Um das drahtlose Internet nutzen zu können, werden Endgeräte benötigt, die auf den Frequenzbänder 2,4 GHz und 5,8 GHz empfangen können. Die Geschwindigkeit ist vergleichbar mit dem 3G-Mobilfunknetz in Deutschland. Jeder Ballon hat 3 redundante Rechner an Board, die dafür sorgen, dass die Funktion gewährleistet bleibt, wenn einer davon ausfällt.

Jeder Loon besitzt ultraleichte Solarpanel, welche eine Leistung von ungefähr 130 Watt erzeugen. In den Höhen der Stratosphäre kann die Sonnenenergie effizienter genutzt werden, da die Strahlen durch die geringere Atmosphäre weniger an Energie verlieren. Gleichzeitig werden die Panels durch die geringe vorherrschende Temperaturen gekühlt, was sich auch positiv auf den Wirkungsgrad auswirkt.

Die Rechner an Board benötigen ungefähr ein Zehntel eines herkömmlichen Laptops. Überschüssig produzierte Energie wird dazu verwendet, um die Elektronik auf konstanter Temperatur zu halten und, um die Batterie des Loons zu laden, welche ein Ladevolumen von 10 Laptop Akkus besitzt.

Vorteile von Google Loon

Die Technologie gewährleistet eine kontinuierliche und unterbrechungsfreie Bereitstellung von Internet auf jedem Flecken der Erde. Gebiete, die durch Naturkatastrophen von der Außenwelt abgeschnitten sind, können sich darauf verlassen, dass die Internetverbindung dadurch nicht betroffen ist.

Google geht davon aus, dass durch die Nutzung ihrer Solartechnik, viele andere Projekte der Luft- und Raumfahrttechnik davon profitieren können. Nach ihrer Ansicht, sollen dadurch die Preise auf Solarpanels für Endverbraucher sinken. Google sieht sich somit nicht nur als Internetversorger weltweit, sondern auch als Unterstützer für die Solartechnik.

Über Stefan Reinsprecht 148 Artikel
Hi, ich bin Stefan Reinsprecht, der Herausgeber von Netzkonstrukteur. Als Maschinenbauingenieur mit jahrelanger Erfahrung in der Konstruktion und Entwicklung interessiere ich mich sehr für technische Dinge. Hier erfährst Du Neuigkeiten, aber auch Grundlagen. Viel Spaß beim Lesen. Du findest mich auf Google+, Twitter oder Xing.

2 Kommentare

  1. Wahnsinns Idee!
    Man kann sagen über Google was man will – aber solche Dienste bereitzustellen und zu finanzieren ist einfach grandios und nicht von Apple & Microsoft zu erwarten.

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