VDMA – Maschinenbau in Zahl und Bild 2013

Der VDMA hat seine Broschüre Maschinenbau in Zahl und Bild 2013 veröffentlicht. Darin finden sich zahlreiche erfreuliche Nachrichten für den deutschen Maschinenbau.

Trotz einer schwierigen Phase, bedingt durch die Staatsschuldenkrise, verbucht der deutsche Maschinen- und Anlagenbau 2012 einen Umsatzanstieg auf rund 207 Milliarden Euro. In 6227 Unternehmen waren im Jahresdurchschnitt 971.000 Personen beschäftigt. Somit ist der Maschinen- und Anlagenbau wieder einmal der größte industrielle Arbeitgeber Deutschlands.

Die Maschinenproduktion befindet sich wieder annähernd auf dem Rekordniveau von 2008. 

Maschinenproduktion auf Rekordniveau

Maschinenproduktion 2012 - VDMA - Maschinenbau in Zahl und Bild 2013
Maschinenproduktion 2012 (Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA)

Erstmals seit Anfang 2011 fiel die Kapazitätsauslastung in der zweiten Jahreshälfte 2012 unter den langjährigen Bundesdurchschnitt von 86,2 auf 84,6 Prozent, was auf den nachlassenden Auftragseingang zurückzuführen sein könnte. Dieser verlor erstmals im Vorjahresvergleich ein kleines einstelliges Minus von drei Prozentpunkten.

Auftragseingang 2012 - VDMA - Maschinenbau in Zahl und Bild 2013
Auftragseingang 2012 (Quelle: VDMA)

Die Maschinenexporte legen im Jahresdurchschnitt ein Plus von 5,1 Prozent zu. Damit wurde mit einer absoluten Höhe von 149,4 Milliarden Euro der Vorkrisenstand aus 2008 von 145 Milliarden Euro übertroffen.

Die Exporte auf den chinesischen Markt gingen um 9,6 Prozent zurück. Im Vergleich dazu stieg der Export in die USA um 14,8 Prozent. Auch nach Russland konnte man die Maschinenlieferungen um 7,6 Prozent steigern. Deutschland ist und bleibt mit einem mit einem Anteil von 16,5 Prozent Exportweltmeister. Von 31 vergleichbaren Fachzweigen steht Deutschland in 15 an erster Stelle und in 25 davon unter den ersten drei. Weitere ernst zu nehmende Länder sind die USA (in 19 Fachzweigen unter den ersten drei) und China (in 17 Fachzweigen unter den ersten drei).

Die Importe namen real 1,7 Prozent auf 56,2 Milliarden Euro zu. Die meisten Lieferungen kamen aus Italien, das die Schweiz auf Platz zwei verdrängte. China hat einen Anteil von 6,8 Prozent am deutschen Import.

Konkurrenz und Aussichten

Rund die Hälfter der Maschinenbauer sehen ihren Hauptkonkurrenten im eigenen Land. Die USA, Italien und Japan sind weiter Konkurrenten, die sehr ernst genommen werden. China jedoch wird, trotz der vielen konkurrierenden Unternehmen, „entspannt“ als Wettbewerber gesehen. Jedoch sieht es bei der preislichen Wettbewerbsfähigkeit ganz anders aus. Hier spielt die VR China immer noch eine sehr wichtige Rolle.

Die an der VDMA Tendenzbefragung teilgenommenen Unternehmen wichtigsten genannten Strategien zur Verbesserung der Wettbewerbsposition sind:

  • Erschließung neuer regionaler Märkte
  • Stärkung des Dienstleistungsangebots
  • Hebung von Produktionspotenzialen

Der VDMA Präsident Dr. Thomas Lindner meinte zu den Aussichten des Maschinen- und Anlagenbaus:

Die starke Innovationskraft der deutschen Maschinenbauer wird auch in den kommenden Jahren zu einer wettbewerbsfähigen Produktion führen – die Branche blickt zu Recht selbstbewusst und optimistisch in die Zukunft!

Über Stefan Reinsprecht 148 Artikel
Hi, ich bin Stefan Reinsprecht, der Herausgeber von Netzkonstrukteur. Als Maschinenbauingenieur mit jahrelanger Erfahrung in der Konstruktion und Entwicklung interessiere ich mich sehr für technische Dinge. Hier erfährst Du Neuigkeiten, aber auch Grundlagen. Viel Spaß beim Lesen. Du findest mich auf Google+, Twitter oder Xing.

1 Kommentar

  1. Aussichten, ohne Meckern auf hohem Niveau. Das hört sich ja mal vielversprechend an. Da ist man anderes von dieser Branche gewohnt.

    Grüße Peter

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